International Society of Prenatal and Perinatal
Psychology and Medicine (ISPPM)
Arbeitsgemeinschaft Köln

.. wie wenn man eine innere Stimme hört
- Bindung im pränatalen Raum -
5. Kölner Arbeitstagung
26. 28. Oktober 2007
Wir treten ein in einen neuen und schon bekannten Bereich, wenn wir uns in dieser Tagung vorrangig mit der Verständigung des intrauterinen Kindes mit seiner Mutter und ihrem Sprechen zu ihm befassen. Entgegen allen wissenschaftlichen, erst perinatalen, passiven Ansätzen von Kommunikation zeigt sich das pränatale Kind sehr aktiv, mehr von seiner Mutter, von der Welt außen und auch seinen Geburtsmöglichkeiten zu erfahren, um möglichst gut und frei von fremden Eingriffen geboren zu werden, die es aus den Traumatisierungen der Familien bedrohen könnten. Das bezeugen über 10 000 Stunden mit Müttern und ihren intrauterinen Kindern aus der ungarischen Praxis der Bindungsanalyse, die es nun auch in Deutschland gibt. Eine andere wichtige Frage dieser Tagung sind Probleme der Frauen, die nicht schwanger werden oder es via IVF versuchen und damit große Sorgen haben. Was steht hinter dem Drang nach einem Wunschkind? Heilt das Wunschkind seine Mutter?
Die psychosomatische Forschung nimmt die Ansätze von Fonagy, Rizolatti und Galese auf und bahnt ein Umdenken an, dass das ungeborene Kind mehr weiß und versteht, als man seinen nicht myelinisierten Nervenbahnen bisher zusprach. Die Entdeckung der Pseudochimären (Austausch von Zellen zwischen Mutter und Kind während der Schwangerschaft) spricht zudem davon, dass die bisher angenommene Immunbarriere aufgelassen werden kann, was auch psychische Bedeutung für Mutter und Kind und für mögliche folgende Kinder hat. In der Bindungsanalyse sprechen und verstehen sich Mutter und Kind über ubiqitär schon immer geahnte zugängliche Bahnen, sie können sich miteinander austauschen über innere Prozesse, wie das bisher so nicht denkbar war. Andererseits ergänzen die Pseudochimären die nie so gedachten Bewegungen dahin, dass es zwischen Mutter und Kind weitergehende Austauschprozesse gibt, die über viele Jahre Geltung auch in psychischen Äquivalenten haben dürften. Wir entdecken hier Neuland, das schon immer da war.
Referenten:
Dr. Ute Auhagen-Stephanos, Psychiatrie, Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse. Neu-Ulm
Birgit Besser-Scholz, Psychotherapie, Bindungsanalyse. Bonn
Dr. Helga Blazy, Psychotherapie, Kinder- und Bindungsanalyse, Malaiologie. Köln
Dipl.-Psych. Hannelore Dehne, Psychotherapie, Kinder- und Bindungsanalyse. Brühl
Dr. György Hidas, Psychoanalyse, Bindungsanalyse. Budapest
Dr. Ludwig Janus, Psychoanalyse, Bindungsanalyse. Heidelberg
Dr. Rupert Linder, Gynäkologie, Psychosomatik, Psychotherapie. Birkenfeld
Dipl.-Psych. Fridhart Mickley. Psychotherapie, Kinderanalyse. Köln
Dr. Jenö Raffai, Psychoanalyse, Bindungsanalyse. Budapest
Elisabeth Seitz, Musiktherapie. Köln
Literaturempfehlung:
Das Buch zur Tagung: György Hidas, Jenö Raffai: Nabelschnur der Seele. Psychoanalytisch orientierte Förderung der vorgeburtlichen Bindung zwischen Mutter und Baby. Psychosozial-Verlag, ISBN 3-89806-459
Das zweite Buch zur Tagung: Ute Auhagen-Stephanos: Wenn die Seele nein sagt. Unfruchtbarkeit. Mosaik bei GOLDMANN 16962, ISBN 978-3-442-16962-7
Ein drittes Buch: Ludwig Janus: Wie die Seele entsteht. Mattes, ISBN 3-930978-34-2
Programm
18.00-18.30 Empfang
18.30-19.30 Statements Köln-AG: Zur inneren Stimme
( Besser-Scholz, Blazy, Dehne, Mickley, Seitz)
19.30-21.30 Jenö Raffai: Die Niederschläge des Abhängigkeitskonflikts der Eltern im intrauterinen Raum
Vortrag und Diskussion
9.30 11.30 György Hidas: Phantasie, Traum und Bindungsanalyse
Vortrag und Diskussion
11.30-12.00 Kaffeepause
12.00-13.30 Falldarstellungen Bindungsanalyse (N.N.)
13.30-15.00 Mittagspause
15.00-16.30 Falldarstellungen Bindungsanalyse (N.N.)
16.30-17.00 Kaffeepause
17.00-19.30 Ute Auhagen-Stephanos: Bindung von Müttern zu technisch erzeugten Kindern.
Vortrag und Diskussion
19.30-20.00 Diskussion aller Vorträge
10.00-11.10 Rupert Linder: Transgenerationale Aspekte der psychosomatisch-
psychoanalytischen Schwangerschaftsbegleitung.
Vortrag und Diskussion
11.10-11.40 Kaffeepause
11.40-12.30 Köln-AG: Wessen Stimme? Dreiklangstimme?
12.30-13.30 Ludwig Janus: Psychohistorische Dimensionen der Bindung
Vortrag und Diskussion
13.30-14.00 Abschlussdiskussion im Plenum
Wissenschaftliche Leitung
Dr.phil. Helga Blazy, Köln, Dr.med. Ludwig Janus, Heidelberg
Information
Dr. Helga Blazy, Tel 0221-4971191, Fax 0221-4973625
e-mail: helga.blazy@netcologne.de
Hinweise:
Ort: Tagungs- und Gästehaus St. Georg, Rolandstr. 61, 50677 Köln
Frau Ria Kubicek, Tel. 0221-937020-20, Fax
0221-937020-11,
e-mail Ria.kubicek@dpsg-koeln.de
Internet: www.gaestehaus-st-georg.de
| Teilnehmergebühren | bis 01.Okt.07 | ab 02. Okt. 07 |
| Für Nichtmitglieder | 140 | 160 |
| Für Mitglieder ISPPM | 120 | 140 |
| Für Studenten | 70 | 80 |
Durch Überweisung der Tagungsgebühr bis spätestens 15. Okt. 07 auf das Tagungskonto
Dr. Helga Blazy, Stichwort: ISPPM-Tagung. Konto-Nr: 2880 66-507 Postbank Köln BLZ 370 100 50. Anmeldungen nach dem 15.10.07 sind noch an der Tageskasse möglich.
Das Tagungs- und Gästehaus St. Georg bietet zu günstigen Konditionen Übernachtungs-möglichkeiten in Einzel- und Doppelzimmern:
Einzelzimmer, Dusche, WC 35.-
Einzelzimmer m. Etagendusche 25.-
Doppelzimmer/Dusche, WC/Person 25.-
Doppelzimmer m. Etagendusche/Person 20.-
Frühstück 5.-
Reservierung durch Überweisung der Kosten für die gewünschte Unterkunft zusammen mit der Tagungsgebühr bis zum 15.10.07. Sie erhalten keine gesonderte Bestätigung für die Reservierung der Unterkunft.
Veranstalter:
Kölner Arbeitsgemeinschaft der International Society of Pre- and Perinatal Psychology and Medicine (ISPPM) Heidelberg. Präsident: Dr. Rupert Linder, Birkenfeld.
ISPPM-homepage: http://www.isppm.de