INTERNATIONALE STUDIENGEMEINSCHAFT FÜR PRÄNATALE

UND PERINATALE PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN (ISPPM)

Ausstellung und Tagung der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg

Bilder aus dem Körperhaus

Wahrnehmung im Mutterleib als Quelle künstlerischen Schaffens?

Ausstellung und Symposium am 25. - 26. Januar 2002

Jüngste Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Hirnforschung und der Psychologie, die sich mit menschlicher Wahrnehmung im prä- und perinatalen Bereich beschäftigen, zeigen, dass bereits der Fötus ein Spektrum an Erfahrungen und Bildern speichert, die ihn für sein weiteres Leben prägen. Das wirkt sich zum einen auf die gesamte Weltzugangsstruktur des Menschen aus, aber auch auf seinen Umgang mit Phantasie, mit inneren Bildern. Dies sehen Psychologen wie Hirnforscher mittlerweile als eine Grundlage für die Hinwendung zu bildschaffenden Berufen.

So aktualisiert sich Freuds Annahme, das künstlerische Werk entstehe nicht nur aus je zeitgenössisch bedingten, formalästhetischen Überlegungen, philosophischen, religiösen Ideen und frei floatierender Wahrnehmung und Phantasie, sondern auch und besonders durch Kindheitserinnerungen, glücklicher und traumatischer Art, die unbewußt im Kunstwerk eine ästhetische Bearbeitung erfahren.

Die aktuellen Ergebnisse der psychologischen wie neurobiologischen Forschungen könnten an kaum einem anderen Ort besser zur Diskussion gestellt werden als an einer Kunstakademie. Dies soll nun in Nürnberg geschehen.

Das Symposium begleitend wird eine Ausstellung ausgerichtet, die bereits vorab, vom 16. Januar an, in der Akademie zu sehen sein wird. Hier werden vielfältige Arbeiten – Bilder, Grafiken, Fotos, Filme, Installationen - von Studierenden zum Thema Körperwahrnehmung gezeigt.

Für das Symposium konnte eine Reihe namhafter Forscher und Autoren als Referenten gewonnen werden:


Programm: Freitag, 25. Januar 2002


11.00 Uhr Begrüßung

Grußwort der Akademiepräsidentin Ulla Mayer
Gabriele Oberreuter - Begrüßung und Einführung

11.30 Uhr Klaus Evertz

Der Ursprung der Bilder – Ästhetische Erfahrung und frühe Lebenzeit.

12.30 Uhr Sol Lyfond

raum am schmelzpunkt, Video

13.00 Uhr Mittagspause

15.00 Uhr Gerald Huether

Jeder neugeborene Mensch ist ein potentieller Künstler. Die neurobiologische Verankerung prä- und perinataler Erfahrungen und deren Überformung durch Erziehung und Sozialisation.

16.00 Uhr Ludwig Janus

Die matriarchale Dimension in der modernen Malerei.

17.00 Uhr Sol Lyfond

Die Sicht nach dem Wissen, Video

17.30 Uhr Ausstellungsbegehung

19.00 Uhr Geselliges Beisammensein



Programm: Samstag, 26. Januar 2002


10.00 Uhr Hartmut Kraft

Tod und Wiedergeburt. Phänomene transformativer Krisen in Aktionen von Joseph Beuys und Peter Gilles

11.00 Uhr Oliver Barfknecht

Gelée Royale, Video

11.30 Uhr Alfons Reiter

Imaginativer Zugang zum pränatalen Erleben

13.00 Uhr Mittagspause

15.00 Uhr Gabriele Oberreuter

Zum Mutterbild in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Innenansichten - Außenansichten.

16.00 Uhr Susanne Jerger

Lucida, Video

16.30 Uhr Plenumsdiskussion

Verzeichnis der Referentinnen und Referenten

Klaus Evertz, Psychotherapeut, Kunstanalytiker, Köln

Prof. Dr. Gerald Huether, Neurobiologe, Universität Göttingen

Dr. Ludwig Janus, Psychohistoriker, Psychoanalytiker, Heidelberg

Dr. Hartmut Kraft, Psychoanalytiker, Kunstwissenschaftler, Köln

Sol Lyfond, Künstler, Köln

Prof. Dr. Gabriele Oberreuter, Kunsthistorikerin Kunstakademie Nürnberg

Prof. Dr. Alfons Reiter, Psychologe, Universität Salzburg

Hinweise

Tagungsort

Aula der Akademie der Bildenden Künste

Bingstraße 60, 90480 Nürnberg

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. Gabriele Oberreuter

Information

Prof. Dr. Gabriele Oberreuter, e-mail: goberreuter@gmx.de

Anmeldung bis zum 16.1.2002 erbeten.

Tel:.0911-9404-143
Fax: 0911-9404150

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E-mail: <secretary@isppm.de>

Letzte Änderung am: 18. Januar 2002 von A.Bischoff