"Das Baby brauchte neun Monate bis zur Geburt. Und ich hatte neun Monate, um es zum Sein zu denken" (Ausspruch eines Vaters, zitiert bei Krymko-Bleton, 1988).
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Vielleicht wird bald kein werdender Vater mehr so mit seinem intrauterinen Kind zusammen denken können. Samenzellen, Eizellen und Embryonen werden eingefroren, Stammzellen werden zu Forschungszwecken importiert, Gene werden katalogisiert, Menschen werden, wenn nicht heute, dann morgen geklont. Wie werden Generationen nach uns leben können oder mögen? Heute wissen wir nur, dass es immer mehr Mutter-Kind-Familien gibt. Frauen jeden Alters lassen sich Samen implantieren. Hingegen hat der Vater des Kindes in der pränatalen Forschung nicht an Präsenz gewonnen. Die pränatale Forschung bezieht sich medizinisch wie psychologisch in der Regel nur auf die Mutter-Kind-Verbindung. Die meisten Untersuchungen weisen den Vater allenfalls als Helfer der schwangeren Frau aus. Wenige Forscher wie Wilheim, Sonne und Krymko-Bleton haben überhaupt die frühe intrauterine Präsenz des Vaters bedacht und/oder seine Wirksamkeit während der Schwangerschaft auf das Wachsenkönnen, das Überleben, das Zu-früh-Kommen des Kindes. Von diesem wenig bedachten Vater im Kind und von den frühesten Beziehungen zu dritt wollen wir auf dieser Tagung mehr bedenken, um dem Denken zum Sein im väterlichen Sinne Raum in uns zu geben. Jedes Kind braucht Vater und Mutter zum Sein ... und den Wartesaal der Ahnen, der über beide in ihm lebendig wird. |
Programm: Freitag, 15. März
2002
19.00 Begrüßung Hannelore Dehne
19.30 Helga Blazy: "Zu-Dritt-Sein"
20.30 Klaus Evertz: "Im Namen des Vaters - Vaterbilder aus Kunst und Kunsttherapie"
anschl. Diskussion im Plenum bis ca. 22.00 Uhr
Programm: Samstag, 16. März
2002
09.30 Joanna Wilheim
"Cellular Memory" (dt. Text liegt vor)
10.30 Kaffeepause
10.45 Rolf Wirtz
"Väterlichkeit: Unter Verdacht und überflüssig"
11.45 Kleingruppen
12.30 Bericht aus den Kleingruppen / Diskussion
13.00 Mittagspause
15.00 John C. Sonne
"Das Verhalten von Vätern in der pränatalen Erfahrung der Ungeborenen"
16.00 Kaffeepause
16.30 Klaus Scholz
"Neue Techniken und Probleme embryonalen Werdens"
17.30 Kleingruppen
18.15 Bericht aus den Kleingruppen
Diskussion im Plenum bis ca. 19.00 Uhr
Programm: Sonntag, 17. März
2002
10.00 Jenö Raffai
"Neue Folge der Vorlesungen zur Bindungsanalyse"
11.00 Kaffeepause
11.30 Kleingruppen
12.15 Bericht aus den Kleingruppen u. Abschlußdiskussion
13.00 Ende der Tagung
Dr. Helga Blazy, Psychotherapie, Malaiologie, Köln
Hannelore Dehne, Dipl. Psych., Brühl
Klaus Evertz, Kunst- u. Psychotherapie, Kunstanalyse, Köln
Dr. Jenö Raffai, Psychoanalytiker, Budapest
Dr. Klaus Scholz, Gynäkologe, Köln-Porz
John C. Sonne, M.D., Psychoanalytiker, Moorestown N.J., USA
Dr. Joanna Wilheim, Psychoanalytikerin, Sao Paulo, Brasilien
Dr. Rolf-Arno Wirtz, Psychoanalytiker (DPV), Köln
Literatur
K. Evertz, L. Janus (Hrsg.) "Kunstanalyse", Mattes Verlag, Heidelberg, 2001
J. Wilheim "Unterwegs zur Geburt", Mattes Verlag 1995
Internationale Zeitschrift für Prä- und Perinatale Psychologie und Medizin, Mattes Verlag, Heidelberg, 1989 - 2001
Tagungs- und Gästehaus St. Georg, Rolandstrasse 61, 50677 Köln,
Frau Ria Kubicek, Telefon: 0221/937020-20, Fax: 0221/937020-11
Dr. phil. Helga Blazy, Köln
Dr. Helga Blazy, Hermann-Pflaume-Str. 39, 50933 Köln
Telefon: 0221 4971191, Fax: 0221 4973625
e-mail: helga.blazy@netcologne.de
Hannelore Dehne, Tel.: 02232 22824, Fax: 02232 22974
Teilnehmergebühren |
bis 15.02.2002 | ab 16.02.2002 |
| für Nichtmitglieder | EUR 120,-- | EUR 140,-- |
| für Mitglieder der ISPPM | EUR 100,-- | EUR 120,-- |
| für Studenten | EUR 70,-- | EUR 80,-- |
Durch Überweisung der Tagungsgebühr bis spätestens 10. März
2002 auf das Tagungskonto: H. Dehne, Stichwort: ISPPM-Tagung,
Konto-Nr.9151141, Be-amtenbank Köln (Blz 37060880). Anmeldungen nach
dem 10. März 2002 sind noch an der Tageskasse möglich.
Das Tagungs- und Gästehaus St. Georg bietet zu günstigen Konditionen Übernachtungsmöglichkeiten in Einzel- und Doppelzimmern.
Einzelzimmer/Frühstück/Etagen-WC-Dusche, pro Übernachtung: 30,- Euro
Einzelzimmer/Frühstück/Dusche/WC, pro Übernachtung: 40,- Euro
Doppelzimmer/Frühstück/Dusche/WC, pro Übernachtung: 30,- Euro (p.P.)
Reservierung durch Überweisung der Kosten für die gewählte Unterkunft zusammen mit der Tagungsgebühr bis zum 15. Februar 2002. Sie erhalten keine gesonderte Bestätigung für die Reservierung der Unterkunft.
Die Kölner Arbeitsgemeinschaft der Internationalen Studiengemeinschaft für Pränatale und Perinatale Psychologie und Medizin (ISPPM)
Internationale Studiengemeinschaft für Pränatale und Perinatale Psychologie und Medizin (ISPPM), Heidelberg; Präsident: Dr. med. Ludwig Janus, Heidelberg;
Letzte Änderung am: 02. Januar 2002 von
A.Bischoff