INTERNATIONALE STUDIENGEMEINSCHAFT FÜR PRÄNATALE

UND PERINATALE PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN (ISPPM)

 

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Methodische Ebenen in der Pränatalen Psychologie

 

20. Heidelberger Arbeitstagung 1. - 2. September 2007

 

von der Frauenärztlichen Bundesakademie (FBA) empfohlen

16 Weiterbildungspunkte sind bei der Landesärtzekammer Baden-Württemberg beantragt

 

Auf sehr verschiedenen methodischen Wegen konnten weitreichende Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen prä- und perinatalen Erfahrungen und späterem Entwicklungsverlauf sowie Möglichkeiten der therapeutischen und prophylaktischen Intervention gewonnen werden. Diese Methoden-Vielfalt erschwert jedoch teilweise die Verständigung, insbesondere mit den an akademischen Wissenschaftskonzepten orientierten Kollegen in Medizin, Psychologie und Psychotherapie.

Dabei geht es im Wesentlichen um fünf methodische Ebenen:

  • quantitative Messung und statistische Auswertung
  • qualitative Methodiken
  • Aussagen aufgrund empathischer Einsichten in Selbsterfahrung und Veränderungen im therapeutischen Prozess
  • handlungspraktisches Wissen der Hebammen, Geburtshelfer und anderer
  • kulturpsychologischer Vergleich

Jenseits dieser Ebenen gibt es inzwischen eine wissenschaftliche Methoden-Diskussion, die auf einer grundsätzlicheren Ebene ansetzt und damit die bislang möglichen Polarisierungen überwindet. Die Entwicklung in den Naturwissenschaften, vor allem in der Physik, hat ergeben, dass Aussagen grundsätzlich nur mit Bezug zur verwendeten Methode möglich sind (z. B. Welle – Teilchen). Darüber hinaus zeigt die Berücksichtung der Vielfalt der an Enwicklungsprozessen beteiligten Faktoren, dass linearkausale Aussagen mit einer klaren Zuordnung von Ursache und Wirkung nur begrenzte Gültigkeit haben. Hier gewinnen moderne Entwicklungen nicht-linearer Methoden an Bedeutung.

In der Tagung geht es darum, diese Thematik als Fortsetzung der Methodentagung auf Sardinien im Jahr 2000 an einer Auswahl von Arbeitsbereichen durch Referenten darstellen zu lassen und danach vor allem der Diskussion Raum zu bieten. Dabei geht es um zentrale Themen wie:

  • Die Beziehung zwischen prä- und Belastungen (und späteren Störungen Entwicklung von Resilienz
  • die Wirksamkeit von therapeutischen verbaler und präverbaler Ebene

Für die Gewichtung der Aussagen auf den verschiedenen methodischen Ebenen ist dabei der vertiefte interdisziplinäre Dialog zwischen allen Beteiligten von besonderer Bedeutung.

 

Programm: Samstag 1. September 2007

  9.00

Begrüßung:
Vorstellung der Referenten und Referentinnen

  9.30

Hans von Lüpke
Sinn und Unsinn einer Diskussion

  9.50

Renate Hochauf
Rekonstruktions- Schritte pränataler Traumata methodenintegrative Fallbeispiel eines frühen Zwillingsverlustes

10.10

Diskussion

10.40

Kaffepause

11.10

Guppendiskussion: aller Teilnehmer/-innen
Probleme existierender Modelle Materialsammlung - Clustering – Ergebnisse

13.00 Mittagspause
15.00

Helga Blazy
Methode der intrauterinen Mutter-Kind-Bindungsanalyse

15.20

Rupert Linder
Methodenintegration in der psychotherapeutisch-gynäkologischen Praxis

15.40

Heiner Alberti
Methodendiskussion aus körperpsychotherapeutischer Sicht

16.00

Diskussion

16.45

Kaffepause

17.15 Diskussionsrunde: Impulsreferate zu methodischen Ebenen in der pränatalen Psychologie
mit Ludwig Janus, Karlton Terry, Jon RG Turner und Terence Dowling
18.15

Plenumsdiskussion

19.15

Abendessen und geselliges Zusammensein

Programm: Sonntag, 2. September 2007

  9.00

Barbara Jakel
Prä- und perinatal orientierte Psychotherapie aus analytischer bindungstheoretischer Sicht

  9.20

Diskussion

  9.40

Alfons Reiter
Bedeutung und Validität introspektiv gewonnener Daten peri- und pränatalen Erlebens

10.00

Diskussion

10.20

Kaffepause

11.10

Guppendiskussion: (mit Aktivierung aller Teilnehmer/-innen)
Wie kann jeder seine/jede ihre Methoden ballance halten Materialsammlung – Clustering – Ergebnisse

12.40

Martin Friebel
Vorsprachliche Kommunikation. Ahnungen, Vermutungen & Vorurteile über Säuglinge und Föten"

13.00 Lucio Zichella
The theoretical approach to methodological Problems
13.20 Abschlussdiskussion
14.00

Tagungsende

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Verzeichnis der Referentinnen und Referenten

Heiner Alberti, Dipl.-Psych., Psychotherapie, Lübeck, Alberti@Koerpertherapie-luebeck.de

Helga Blazy, Dr. med., Psychotherapie, Bindungsanalyse (in eigener Praxis), Köln, helga.blazy@netcologne.de

Terence Dowling, Pränataltherapie in eigener Praxis, Heidelberg, TerenceDowling@gmx.de

Martin Friebel, M.A., Aalen, of33100@ostalbforum.de

Renate Hochauf, Dr. phil., Psychotherapie in eigener Praxis, Pähnitz, 03447861906@t-online.de

Barbara Jakel, Magister, Psychotherapie, Perchtolsdorf, B.Jakel@aon.at

Ludwig Janus, Dr. med., Psychotherapie in eigener Praxis, Heidelberg, LuJanus@aol.com

Rupert Linder, Dr. med., Frauenarzt, FA für Psychothera-peutische Medizin, Birkenfeld, post@dr-linder.de

Hans von Lüpke, Dr. med., Kinderarzt und Psychotherapeut, Frankfurt, hans.von.luepke@gmx.de

Alfons Reiter, Univ. Doz., Dr. phil., Salzburg, Österreich, Alfons.Reiter@sbg.ac.at

Karlton Terry, Pre- and Perinal Educator, Denver, USA, leftydenver@AOL.com

Jon RG Turner, Pränatalpsychologe, CR Grootebroek, Die Niederlande, whole-self@quicknet.nl

Lucio Zichella, Professor, M.D., Rom. Italien, Prof.Zichella@jumpy-it

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Hinweise

Tagungsort

Hotel "Schwarzer Adler", Kleingemünder Straße 11, 69118 Heidelberg-Ziegelhausen, Telefon: 06221 89800
(Buslinie 33 oder 34 ab Heidelberg-Hbf bis Haltestelle "Neckarschule")


Infos über Heidelberg und Umgebung

Wissenschaftliche Leitung

Dr. med. Rupert Linder, post@dr-linder.de

Information

A. und J. Bischoff, Friedhofweg 8, 69118 Heidelberg
Telefon: 0 62 21 / 89 27 29 Mo. - Fr. zwischen 8.00 und 9.00 Uhr
Telefax: 0 62 21 / 89 27 30
e-mail: <secretary@isppm.de>

Teilnehmergebühren

bis 11.08.2007 ab 12.08.2007
für Nichtmitglieder EUR 140, -- EUR 160,--
für Mitglieder der ISPPM EUR 120,-- EUR 140,--
für Studenten, Hebammenschülerinnen EUR   50,-- EUR   70,--

Anmeldung

Durch Überweisung der Tagungsgebühr bis spätestens 11.08.2007 auf das Konto der ISPPM - Kennwort: ISPPM-Arbeitstagung - Sparkasse Heidelberg, Konto Nr. 424 63 22, BLZ 672 500 20. Zahlungen aus dem Ausland als EU Standard-Überweisung unter IBAN DE57 6725 0020 0004 2463 22 SWIFT/BIC-Code: SOLADES1HDB. Bankgebühren bei Überweisung aus dem Ausland EUR 15,--. Anmeldungen nach dem 11. August 2007 sind, sofern noch Plätze frei sind, an der Tageskasse möglich.

Zimmervermittlung

Heidelberger Kongress und Tourismus GmbH., Ziegelhäuser Landstraße 3, 69120 Heidelberg, Telefon: 06221 14220, Fax: 06221 142222,
e-mail: info@cvb-heidelberg.de
internet: www.cvb-heidelberg.de

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Letzte Änderung am: 10. August 2007 von A.Bischoff