INTERNATIONALE STUDIENGEMEINSCHAFT FÜR PRÄNATALE

UND PERINATALE PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN (ISPPM)

 

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Kunst als kulturelles Bewusstsein

vorgeburtlicher und geburtlicher Erfahrungen

 

17. Heidelberger Arbeitstagung 12. - 14.11.2004

 

 

Wir beheimaten uns in einer uns fremden Welt, indem wir den Mikrokosmos der vorgeburtlichen Heimat im Makrokosmos der Welt wieder zu finden suchen und die Welt entsprechend umgestalten. Entscheidender Vermittler in diesem Prozess ist die Kunst, die in einer zeittypischen Symbolik die verlorene Einheit vor der Geburt im Kunstwerk wiederherstellt. Dabei ist Kunst in einem sehr weiten Sinne des Psychoanalytikers Otto Rank verstanden, wonach alle gesellschaftlich-kulturellen Gestaltungen eine künstlerische Dimension haben. An Kunstwerken im engeren Sinne lässt sich die genannte zentrale Dynamik am besten herausarbeiten. Darum stehen sie im Mittelpunkt der Tagung.

Im kulturgeschichtlichen Prozess kommt es zu einer immer erneuten Umgestaltung und Entwicklung der künstlerischen Gestaltungen entsprechend den Möglichkeiten der jeweiligen Zeit. Dabei sind die Individualisierung und Personalisierung des künstlerischen Ausdrucks und der künstlerischen Symbolik eine wesentliche Leit- und Entwicklungslinie. So vermittelt Kunst seit der Renaissance und der Aufklärung immer weniger ein kollektives mythisch-projektives Heilsgeschehen „jenseitiger“ Pränatalwelten, sondern immer mehr von der Subjektivität des Künstlers, wie sie sich in seiner Lebensgeschichte entfaltet hat. Der Mensch ist nicht mehr im „Jenseits“ verwurzelt, sondern im Diesseits der eigenen Biographie, deren vorgeburtliche Wurzeln in der Kunst seit dem 20. Jahrhundert immer direkter und unmittelbarer zum Ausdruck kommen. Daraus ergeben sich eine Erweiterung unseres Bewusstseins und eine Vertiefung und Erweiterung unserer Möglichkeiten zu eigener Verantwortlichkeit. Diesen komplexen Zusammenhängen soll auf der Tagung aus verschiedenen Perspektiven nachgegangen werden.

 

 

Vorprogramm: Freitag, 12. November 2004

18.00 Ernst Zurborn und Gabriella Angheleddu

Uraufführung eines Fernsehfilms über die individuelle und kulturpsychologische Bedeutung der vorgeburtlichen Lebenszeit und der Geburt: „Die erste aller Welten

19.30 Feier der ISPPM

Würdigung des Engagements und der Lebensleistung von Professor Peter Fedor-Freybergh für die Pränatale und Perinatale Psychologie und Medizin mit gemeinsamem Abendessen, geselligem Beisammensein und kleinen Reden.

 



 

Programm: Samstag, 13. November 2004

9.00 Eröffnung der Arbeitstagung

9.15 Ludwig Janus

Kunst als kulturelles Gedächtnis pränataler und perinataler Erfahrungen

9.45 Klaus Evertz

Kunstanalyse – Pränatale Ästhetik und transdisziplinärer Bildbegriff

10.30 Pause

11.15 Bernd Oberhoff

Das Fötale in der Musik – Musik als „Das große Bewegende“ und „Die göttliche Stimme“

12.00 Alfons Reiter

Die fötale Dimension in der Malerei

12.45 Mittagspause

14.45 Karlton Terry

The Implantation Experience Expressed Visually – How the Soul Expresses Early Prenatal Experiences through Art and Photography

16.00 Gabriele Oberreuter

„Everything I do was inspired by my early life“ – zum bildhauerischen Werk von Louise Bourgeois

16.45 Pause

17.15 Natascha Unfried

„Der Untergang des Hauses Usher“ - Edgar Allen Poe´s traumakompensatorische Ausdrucksmöglichkeit mit den unerträglichen Schmerzen am Lebensbeginn umzugehen?

18.00 Oskar Sahlberg

Psychoaktive Substanzen und das vorgeburtliche Un-bewusste bei Charles Baudelaire und Gottfried Benn

19.00 Abendessen und geselliges Beisammensein
 
 


Programm: Sonntag, 14. November 2004

9.30 Rhea Quien

Ausdruck pränataler Formen im Malen - Empfängnis, Einpflanzung und Eindrücke vom Fötus in Einzelbildern sowie in der Malentwicklung einer Klientin

10.30 Barbara Jakel

Der Körper und die Verkörperung – frühe Formen des Selbsterlebens im künstlerischen Ausdruck

11.15 Pause

11.15 Susanne Deppner

Künstlerischer Selbstausdruck in der ambulanten Regressionstherapie

12.30 Abschlussdiskussion

13.00 Ende der Tagung
 
 

  Workshop


15.00 - 17.30 Workshop und Seminar mit Rhea Quien

Dias aus der „Geburts–Traum-Serie“: Emotionelle Einstellung zur Empfängnis und Geburt mit Begleitung durch Visualisation zu einem Neuanfang

15.00 - 17.30 Workshop mit Bernd Oberhoff

Herbert Grönemeyer – oder das Fötale in der Musik

Ort: Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie, Alte Bergheimer Straße 5, 69115 Heidelberg

Kosten: jeweils EUR 25,--

Verzeichnis der Referentinnen und Referenten

Deppner, Susanne, mailto:s.deppner.assl@web.de
Altencellerweg 20, 29331 Lachendorf http://www.ambulante-regressionstherapie.de

Evertz, Klaus, klausevertz@t-online.de
Neusserstraße 569/Hinterhaus, 50737 Köln

Jakel, Barbara, b.jakel@aon.at
Eisenhüttenstraße 52, A-2380 Perchtoldsdorf http://www.psychotherapie.at/jakel

Janus, Ludwig, Dr. med., Lujanus@AOL.com
Köpfelweg 52, 69118 Heidelberg,<

Oberhoff, Bernd, Oberhoff@t-online.de
Osterstraße 153, 48163 Münster,

Oberreuter, Gabriele, Prof. Dr. phil., oberreuter@gmx.de
Georg-Grosser-Str. 20, 50321 Brühl

Quien, Rhea, rheaquien@aol.com
21 Lexington Close, Cambridge CB4 3LS, GB

Reiter, Alfons, Prof. Dr. phil., alfons.reiter@sbg.ac.at
Hellbrunnerstraße 43, A-5020 Salzburg

Sahlberg, Oskar N., Dr. phil., o.sahlberg@web.de
Sophie-Charlotten-Straße 49, 14059 Berlin

Terry, Karlton, leftydenver@aol.com
700 E. 9th Avenue, Denver, Colorado 80203, USA http://www.karltonterry.com

Unfried, Natascha, natun@web.de
Dr. med., Lutherstraße 13,09224 Grüna,

Zurborn, Ernst, zurbornea@nikocity.de
Keplerstr. 14, 22765 Hamburg,

 
 
 

Hinweise

Tagungsort

Hotel "Schwarzer Adler", Kleingemünder Straße 11, 69118 Heidelberg-Ziegelhausen, Telefon: 06221 89800
(Buslinie 33 oder 34 ab Heidelberg-Hbf bis Haltestelle "Neckarschule")


Infos über Heidelberg und Umgebung
 
 

Wissenschaftliche Leitung

Dr. med. L. Janus, Heidelberg, e-mail: Ludwig Janus
und Klaus Evertz, Köln, e-mail: Klaus Evertz

Information

A. und J. Bischoff, Friedhofweg 8, 69118 Heidelberg
Telefon: 0 62 21 / 89 27 29 Mo. - Fr. zwischen 8.00 und 9.00 Uhr
Telefax: 0 62 21 / 89 27 30
e-mail: <secretary@isppm.de>

Teilnehmergebühren

bis 07.11.2004 ab 08.11.2004
für Nichtmitglieder EUR 130, -- EUR 150,--
für Mitglieder der ISPPM EUR 100,-- EUR 120,--
für Studenten, Hebammenschülerinnen EUR 50,-- EUR 60,--



Anmeldung

Durch Überweisung der Tagungsgebühr bis spätestens 7. November 2004 auf das Konto der ISPPM - Kennwort: Arbeitstagung - Sparkasse Heidelberg, Konto Nr. 424 63 22, BLZ 672 500 20. Bankgebühren bei Überweisung aus dem Ausland EUR 15,--. Anmeldungen nach dem 7. November 2004 sind, sofern noch Plätze frei sind, an der Tageskasse möglich.


Zimmervermittlung

Tourist Information am Hauptbahnhof, Willy-Brandt-Platz 1,
69115 Heidelberg, Telefon: 06221-19433, Fax: 06221-1388111,
e-mail: touristinfo@cvb-heidelberg.de
internet: www.cvb-heidelberg.de


Die Tagungsbeiträge der ersten drei Arbeitstagungen können über das Textstudio Gross, Brahmsstraße 1, 69118 Heidelberg, Telefon: 06221 1802458, bezogen werden: „Das Seelenleben des Ungeborenen – eine Wurzel unseres Unbewussten“ – „Erscheinungsweisen pränatalen und perinatalen Erlebens in den psychotherapeutischen Settings“ – „Kulturelle Verarbeitung pränatalen und perinatalen Erlebens“. Referate der späteren Tagungen erschienen in der "Internationalen Zeitschrift für Pränatale und Perinatale Psychologie und Medizin", Mattes-Verlag, Heidelberg. Hier erscheint auch die neue Buchreihe „Ergebnisse der Pränatalen Psychologie“: „Präntale Psychologie und Psychotherapie“, „Vorgeburtliche Wurzeln der Individuation“ und „Kunst als kulturelles Bewusstsein vorgeburtlicher und geburtlicher Erfahrungen“. Die Zeitschrift der ISPPM wird ab 2003 unter dem Titel „Perinatal Psychology and Medicine“ rein englischsprachig fortgesetzt. Bestellungen über Mattes-Verlag, Postfach 103 866, 69028 Heidelberg, Telefon: 06221 437853, Fax: 06221 459322,  e-mail: journals@mattes.de

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Letzte Änderung am: 20. September 2004 von A.Bischoff