
Kunst als kulturelles Bewusstsein
vorgeburtlicher und geburtlicher Erfahrungen
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Wir beheimaten uns in einer uns fremden Welt, indem wir den Mikrokosmos der vorgeburtlichen Heimat im Makrokosmos der Welt wieder zu finden suchen und die Welt entsprechend umgestalten. Entscheidender Vermittler in diesem Prozess ist die Kunst, die in einer zeittypischen Symbolik die verlorene Einheit vor der Geburt im Kunstwerk wiederherstellt. Dabei ist Kunst in einem sehr weiten Sinne des Psychoanalytikers Otto Rank verstanden, wonach alle gesellschaftlich-kulturellen Gestaltungen eine künstlerische Dimension haben. An Kunstwerken im engeren Sinne lässt sich die genannte zentrale Dynamik am besten herausarbeiten. Darum stehen sie im Mittelpunkt der Tagung. Im kulturgeschichtlichen Prozess kommt es zu einer immer erneuten Umgestaltung und Entwicklung der künstlerischen Gestaltungen entsprechend den Möglichkeiten der jeweiligen Zeit. Dabei sind die Individualisierung und Personalisierung des künstlerischen Ausdrucks und der künstlerischen Symbolik eine wesentliche Leit- und Entwicklungslinie. So vermittelt Kunst seit der Renaissance und der Aufklärung immer weniger ein kollektives mythisch-projektives Heilsgeschehen „jenseitiger“ Pränatalwelten, sondern immer mehr von der Subjektivität des Künstlers, wie sie sich in seiner Lebensgeschichte entfaltet hat. Der Mensch ist nicht mehr im „Jenseits“ verwurzelt, sondern im Diesseits der eigenen Biographie, deren vorgeburtliche Wurzeln in der Kunst seit dem 20. Jahrhundert immer direkter und unmittelbarer zum Ausdruck kommen. Daraus ergeben sich eine Erweiterung unseres Bewusstseins und eine Vertiefung und Erweiterung unserer Möglichkeiten zu eigener Verantwortlichkeit. Diesen komplexen Zusammenhängen soll auf der Tagung aus verschiedenen Perspektiven nachgegangen werden. |
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Vorprogramm: Freitag, 12. November 2004
18.00 Ernst Zurborn und Gabriella Angheleddu
Uraufführung eines Fernsehfilms über die individuelle und kulturpsychologische Bedeutung der vorgeburtlichen Lebenszeit und der Geburt: „Die erste aller Welten“
19.30 Feier der ISPPM
Würdigung des Engagements und der Lebensleistung von Professor Peter Fedor-Freybergh für die Pränatale und Perinatale Psychologie und Medizin mit gemeinsamem Abendessen, geselligem Beisammensein und kleinen Reden.
Programm: Samstag, 13. November 2004
9.00 Eröffnung der Arbeitstagung
9.15 Ludwig Janus
Kunst als kulturelles Gedächtnis pränataler und perinataler Erfahrungen
9.45 Klaus Evertz
Kunstanalyse – Pränatale Ästhetik und transdisziplinärer Bildbegriff
10.30 Pause
11.15 Bernd Oberhoff
Das Fötale in der Musik – Musik als „Das große Bewegende“ und „Die göttliche Stimme“
12.00 Alfons Reiter
Die fötale Dimension in der Malerei
12.45 Mittagspause
14.45 Karlton Terry
The Implantation Experience Expressed Visually – How the Soul Expresses Early Prenatal Experiences through Art and Photography
16.00 Gabriele Oberreuter
„Everything I do was inspired by my early life“ – zum bildhauerischen Werk von Louise Bourgeois
16.45 Pause
17.15 Natascha Unfried
„Der Untergang des Hauses Usher“ - Edgar Allen Poe´s traumakompensatorische Ausdrucksmöglichkeit mit den unerträglichen Schmerzen am Lebensbeginn umzugehen?
18.00 Oskar Sahlberg
Psychoaktive Substanzen und das vorgeburtliche Un-bewusste bei Charles Baudelaire und Gottfried Benn
19.00 Abendessen und geselliges
Beisammensein
Programm: Sonntag, 14. November 2004
9.30 Rhea Quien
Ausdruck pränataler Formen im Malen - Empfängnis, Einpflanzung und Eindrücke vom Fötus in Einzelbildern sowie in der Malentwicklung einer Klientin
10.30 Barbara Jakel
Der Körper und die Verkörperung – frühe Formen des Selbsterlebens im künstlerischen Ausdruck
11.15 Pause
11.15 Susanne Deppner
Künstlerischer Selbstausdruck in der ambulanten Regressionstherapie
12.30 Abschlussdiskussion
13.00 Ende der Tagung
Workshop
15.00 - 17.30 Workshop und Seminar mit Rhea Quien
Dias aus der „Geburts–Traum-Serie“: Emotionelle Einstellung zur Empfängnis und Geburt mit Begleitung durch Visualisation zu einem Neuanfang
15.00 - 17.30 Workshop mit Bernd Oberhoff
Herbert Grönemeyer – oder das Fötale in der Musik
Ort: Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie, Alte Bergheimer Straße 5, 69115 Heidelberg
Kosten: jeweils EUR 25,--
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Deppner, Susanne, mailto:s.deppner.assl@web.de
Altencellerweg 20, 29331 Lachendorf http://www.ambulante-regressionstherapie.de
Evertz, Klaus, klausevertz@t-online.de
Neusserstraße 569/Hinterhaus, 50737 Köln
Jakel, Barbara, b.jakel@aon.at
Eisenhüttenstraße 52, A-2380 Perchtoldsdorf http://www.psychotherapie.at/jakel
Janus, Ludwig, Dr. med., Lujanus@AOL.com
Köpfelweg 52, 69118 Heidelberg,<
Oberhoff, Bernd, Oberhoff@t-online.de
Osterstraße 153, 48163 Münster,
Oberreuter, Gabriele, Prof. Dr. phil., oberreuter@gmx.de
Georg-Grosser-Str. 20, 50321 Brühl
Quien, Rhea, rheaquien@aol.com
21 Lexington Close, Cambridge CB4 3LS, GB
Reiter, Alfons, Prof. Dr. phil., alfons.reiter@sbg.ac.at
Hellbrunnerstraße 43, A-5020 Salzburg
Sahlberg, Oskar N., Dr. phil., o.sahlberg@web.de
Sophie-Charlotten-Straße 49, 14059 Berlin
Terry, Karlton, leftydenver@aol.com
700 E. 9th Avenue, Denver, Colorado 80203, USA
http://www.karltonterry.com
Unfried, Natascha, natun@web.de
Dr. med., Lutherstraße 13,09224 Grüna,
Zurborn, Ernst, zurbornea@nikocity.de
Keplerstr. 14, 22765 Hamburg,
Hotel
"Schwarzer Adler", Kleingemünder Straße 11,
69118 Heidelberg-Ziegelhausen, Telefon: 06221 89800
(Buslinie 33
oder 34 ab Heidelberg-Hbf bis Haltestelle "Neckarschule")
Infos
über Heidelberg
und Umgebung
Dr. med. L. Janus, Heidelberg, e-mail: Ludwig
Janus
und Klaus Evertz, Köln, e-mail: Klaus Evertz
A.
und J. Bischoff, Friedhofweg 8, 69118 Heidelberg
Telefon: 0 62 21 / 89 27 29 Mo. - Fr. zwischen 8.00 und 9.00 Uhr
Telefax: 0 62 21 / 89 27 30
e-mail: <secretary@isppm.de>
Teilnehmergebühren |
bis 07.11.2004 | ab 08.11.2004 |
| für Nichtmitglieder | EUR 130, -- | EUR 150,-- |
| für Mitglieder der ISPPM | EUR 100,-- | EUR 120,-- |
| für Studenten, Hebammenschülerinnen | EUR 50,-- | EUR 60,-- |
Durch
Überweisung der Tagungsgebühr bis
spätestens 7. November 2004 auf das Konto der ISPPM - Kennwort:
Arbeitstagung -
Sparkasse Heidelberg, Konto Nr. 424 63 22, BLZ 672 500 20.
Bankgebühren bei Überweisung aus dem Ausland EUR 15,--.
Anmeldungen nach dem 7. November 2004 sind, sofern noch Plätze
frei sind, an der Tageskasse möglich.
Tourist
Information am Hauptbahnhof,
Willy-Brandt-Platz 1,
69115 Heidelberg, Telefon: 06221-19433, Fax: 06221-1388111,
e-mail: touristinfo@cvb-heidelberg.de
internet: www.cvb-heidelberg.de
Die Tagungsbeiträge der ersten drei
Arbeitstagungen können
über das Textstudio Gross, Brahmsstraße 1, 69118 Heidelberg,
Telefon: 06221 1802458, bezogen werden: „Das Seelenleben des
Ungeborenen – eine Wurzel unseres Unbewussten“ –
„Erscheinungsweisen pränatalen und perinatalen Erlebens in den
psychotherapeutischen Settings“ – „Kulturelle Verarbeitung
pränatalen und perinatalen Erlebens“. Referate der späteren
Tagungen erschienen in der "Internationalen
Zeitschrift für Pränatale und Perinatale Psychologie und
Medizin", Mattes-Verlag, Heidelberg. Hier
erscheint auch die neue Buchreihe „Ergebnisse der Pränatalen
Psychologie“: „Präntale Psychologie und Psychotherapie“,
„Vorgeburtliche Wurzeln der Individuation“ und „Kunst als
kulturelles Bewusstsein vorgeburtlicher und geburtlicher
Erfahrungen“. Die Zeitschrift der ISPPM wird ab 2003 unter dem
Titel „Perinatal Psychology and Medicine“ rein englischsprachig
fortgesetzt. Bestellungen über Mattes-Verlag, Postfach 103 866,
69028 Heidelberg, Telefon: 06221 437853, Fax: 06221 459322,
e-mail: journals@mattes.de
Letzte
Änderung am: 20. September 2004 von A.Bischoff