Internationale Zeitschrift für

Pränatale und Perinatale Psychologie and Medizin

Volume 9 (1997) No. 1 März 1997


Titel: Birth and Violence

AutorIn(en): Thomas R. Verny
 
 
 
 

Titel: Systematic Gentle/Light Stroking and Maternal Random Touching of Ventilated Preterms: A Preliminary Study

AutorIn(en): Elvidina N. Adamson-Macedo, Aine de Roiste, Ann Wilson, Julie A. Hayes, Beverley Eaton, and F. A. De Carvalho
 
 
 
 

Titel: Prematurity and Infants' Neuromotor Development: Some Considerations

AutorIn(en): Joseneide L. Alves Attree and Elvidina N. Adamson-Macedo
 
 
 
 

Titel: Looking at the Pre-Adolescents' and Adolescents' Verbal and Physiological Responses to Birth-Related Stimulus: A Pilot Study

AutorIn(en): Joseneide L. Alves Attree and Elvidina N. Adamson-Macedo
 
 
 
 

Titel: Mutterschema, Rivalenschema und ethogenetische Regel. Die drei Phasen der pränatalen psychischen Entwicklung von Stimmungen, der Vorformen innerer Objekte und einiger Persönlichkeitsstörungen

AutorIn(en): Ricarda Müssig
 
 
 
 

Titel: Die Selbsthypnose und Hypnogruppenanalyse zur intrauterinen Beziehungsaufnahme und Vermeidung fetaler psychosomatischer Störungen

AutorIn(en): Mario Scardino, Michela Barbato, Gudrun Rudolph und Lucio Zichella
 
 
 
 

Titel: Pappkarton und Kugelkiste. Zur Wiederbelebung perinataler Erfahrungen am Beispiel einer heilpädagogischen Betreuung eines 6jährigen verhaltensauffälligen Kindes

AutorIn(en): Birgit Berens und Christian Büttner
 
 
 
 

Titel: Todesbilder als Lebenszeichen - Kunsttherapie und Geburtserfahrung

AutorIn(en): Klaus Evertz
 



 
 
 
 

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Titel: Birth and Violence

AutorIn(en): Thomas R. Verny

Veröffentlicht in: ISPPM-Zeitschrift Vol. 9 (1997) No. 1, 5-15

Sprache des Artikels: Englisch

Deutscher Titel: Geburt und Gewalt

Zusammenfassung: Viel Vernachlässigung, Zurückweisung, Erniedrigung, Mißhandlung und sexueller Mißbrauch ist nötig, damit aus einem kleinen zutraulichen und unschuldigen menschlichen Wesen ein abgestumpfter, grausamer und bösartiger Jugendlicher und Erwachsener wird. Dieser Artikel untersucht einige der Faktoren, die zur Entwicklung einer gewalttätigen Persönlichkeit beitragen. Meine Meinung ist, daß die Antwort auf Straßengewalt nicht Staatsgewalt sein kann, sondern bewußte Elternschaft, die durch die sozialen Institutionen, Gesetze und Regelungen unterstützt wird, die die Bedürfnisse der werdenden Eltern berücksichtigen, insbesondere von den sozial benachteiligten.


Titel: Systematic Gentle/Light Stroking and Maternal Random Touching of Ventilated Preterms: A Preliminary Study

AutorIn(en): Elvidina N. Adamson-Macedo, Aine de Roiste, Ann Wilson, Julie A. Hayes, Beverley Eaton, and F. A. De Carvalho

Veröffentlicht in: ISPPM-Zeitschrift Vol. 9 (1997) No. 1, 17-31

Sprache des Artikels: Englisch

Deutscher Titel: Systematisches zartes/leichtes Streicheln und mütterliche Berührungen bei beatmeten Frühgeborenen: Eine vorläufige Untersuchung

Zusammenfassung: Das Berühren von künstlich beatmeten Frühgeborenen, sei es nun systematisch oder unsystematisch, ist ein kontroverses Thema. Der Vergleich zwischen systematischem und zufälligem Berühren von solchen Kindern hat bis jetzt wenig Aufmerksamkeit gefunden. Ein stärkeres Absinken der Sauerstoffsättigung kann für die Gesundheit des Kindes nachteilig sein, und es wurden und werden regelmäßig Studien mit dem Ergebnis veröffentlicht, daß es während der allgemeinen Handling-Prozedurenvorzubeugen, die Hirnschäden zur Folge haben können. Die unmittelbaren Auswirkungen von TAC-TIC-Therapie (Touching and Caressing, Tender in Caring) (Therapie durch Berührung, Streicheln und zärtliche Fürsorge) und intuitive Berührungen durch die Mutter (19 Sitzungen von jeder Zuwendungsform) auf die physiologischen Meßwerte der transkutanen Sauerstoffsättigung (Tc PO2) bei Hochrisiko-Frühgeburten unter künstlicher Beatmung wurden in dieser Studie untersucht. In einem Krankenhaus im Süden Londons wurden alle frühgeborenen Kinder (7 Mädchen, 4 Jungen), die an die MARY 3-Computer-Monitor-Einheit angeschlossen waren, über drei Monate mit Zustimmung der Ärzte und Eltern untersucht. Es wurde ein Untersuchungsdesign mit bestimmten Zeiteinheiten angewandt, um die Sauerstoffsättigung vor, während und nach den Interventionen zu beobachten. Dabei wurde eine signifikante Abnahme der Sauerstoffsättigung während der mütterlichen Berührungen beobachtet. Im Gegensatz hierzu zeigte sich während der TAC-TIC-Therapie ein leichter Anstieg, der aber nicht signifikant war. Bei einer veränderten Auswertung ergaben sich keine signifikanten Differenzen zwischen TAC-TIC-Therapie und mütterlich intuitiven Berührungen während der drei Phasen. Die Autoren folgern vorsichtig, daß die TAC-TIC-Therapie, wie sie in dieser Untersuchung verwandt wurde, sich nicht nachteilig auf die Sauerstoffsättigung auswirkt. Es wird vorgeschlagen, daß die Wirkungen der mütterlich-intuitiven Berührungen weiter untersucht werden sollten.


Titel: Prematurity and Infants' Neuromotor Development: Some Considerations

AutorIn(en): Joseneide L. Alves Attree and Elvidina N. Adamson-Macedo

Veröffentlicht in: ISPPM-Zeitschrift Vol. 9 (1997) No. 1, 33-43

Sprache des Artikels: Englisch

Deutscher Titel: Frühgeburtlichkeit und die Entwicklung der Motorik und Steuerungsfähigkeit des Kindes: Einige Überlegungen

Zusammenfassung: Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob Frühgeburtlichkeit an sich das spätere Verhalten des Kindes bestimmen kann, insbesondere im Hinblick auf die motorische Steuerungsfähigkeit. Eine Übersicht über die hierher gehörigen Untersuchungen wird gegeben, wobei auf einige kontroverse Befunde eingegangen wird. Der Einfluß von äußeren Faktoren, die für eine günstige motorische Entwicklung des Kindes wichtig sind, wird reflektiert. Dabei sind besonders das Schwangerschaftsalter und die familiäre Umgebung von Bedeutung. Besonders betrachtet wird auch die systematische taktile Stimulation bei frühgeborenen Babys, da die Annahme besteht, daß sie ein möglicher Grund für eine bessere Entwicklung der Motorik und Steuerungsfähigkeit des kleinen Kindes ist. Ein anderer Aspekt der Diskussion in diesem Beitrag ist die Annahme, daß mit der Frühgeburtlichkeit bestimmte Züge im Temperament verbunden sind. Dabei wird im einzelnen die Subjektivität der Bewertungen des Temperaments durch die Eltern diskutiert.


Titel: Looking at the Pre-Adolescents' and Adolescents' Verbal and Physiological Responses to Birth-Related Stimulus: A Pilot Study

AutorIn(en): Joseneide L. Alves Attree and Elvidina N. Adamson-Macedo

Veröffentlicht in: ISPPM-Zeitschrift Vol. 9 (1997) No. 1, 45-57

Sprache des Artikels: Englisch

Deutscher Titel: Die Untersuchung der verbalen und physiologischen Reaktionen von Präadoleszenten und Adoleszenten auf geburtsbezogene Stimuli: Eine Pilotstudie

Zusammenfassung: Die vorliegende Studie beabsichtigt, die Vorstellungen vor Präadoleszenten und Adoleszenten von ihrer Geburt zu untersuchen. Die Daten wurden bei 9 Mutter-Kind Dyaden erhoben. Die Daten der Mütter stammen aus einem Interview und die Daten der Präadoleszenten und Adoleszenten aus einem Interview und aus Erzählungen zu einem 10-Bilder-Set und Pulsfrequenzmessungen. Bei dieser Untersuchung wurde ein Codierungssystem für die Vorstellungen von der Geburt (MRD) entwickelt, um eine Analyse der Erzählungen der Präadoleszenten und Adoleszenten zu dem 10-Bilder-Set zu analysieren. Die Erzählungen wurden codiert und mit Variablen aus den Interviews der Mütter und der Präadoleszenten und Adoleszenten korreliert. Obwohl die Ergebnisse keine signifikanten Korrelationen zwischen den Interviews der Mütter und der Präadoleszenten und Adoleszenten ergaben, zeigten sich signifikante Korrelationen zwischen den Interviews der Mütter und den Darstellungen in den Geschichten der Präadoleszenten und Adoleszenten. Die Ergebnisse geben auch Hinweise, daß die Daten aus den Interviews der Präadoleszenten und Adoleszenten mit der Darstellung in den Geschichten korrelieren. Das Geschlecht der Präadoleszenten und Adoleszenten scheint keine irgendwie signifikante Rolle zu spielen. Die Pulsfrequenzmessungen während der Untersuchungen zeigten einen gemeinsamen Trend. Das Codierungssystem für die Geburtsvorstellungen kann nützlich zur Untersuchung solcher Vorstellungen sein, insofern es spezifische Gefühlsprojektionen mit Bezug auf die Geburt und das Befinden bei der Geburt bei Präadoleszenten und Adoleszenten erfassen kann.


Titel: Mutterschema, Rivalenschema und ethogenetische Regel. Die drei Phasen der pränatalen psychischen Entwicklung von Stimmungen, der Vorformen innerer Objekte und einiger Persönlichkeitsstörungen

AutorIn(en): Ricarda Müssig

Veröffentlicht in: ISPPM-Zeitschrift Vol. 9 (1997) No. 1, 65-87

Sprache des Artikels: Deutsch

Zusammenfassung: Da wir psychische Entwicklung als in Stufen organisiert betrachten, schien die Frage legitim, ob dies auch für die pränatale psychische Entwicklung gelte. Daher wurden Ergebnisse aus Ethologie, Phylogenese und der Analyse kindlicher Menschzeichnungen in Phasen der somatischen Embryogenese integriert. Kopffüßlerzeichnungen bilden das Mutterschema ab (das Gegenstück zum Kindchenschema), welches bei Primatenjungen Anklammerverhalten und die Stimmung des Urvertrauens auslöst. Dies jedoch stellt nur eine der Aufgaben des phylogenetisch alten Frontalen Tierschemas (FTS) dar, welches ursprünglich die Funktion hatte, vor Feinden (Rivalen, Raubtieren) zu warnen. Da die biogenetische Regel in ihrer von mir modifizierten Form als ethogenetische Regel auch für Verhalten gilt, sollten wir in der pränatalen Entwicklung die gleiche Abfolge finden wie in der Phylogenese. Das Schließen der Augenlider im dritten 3. und ihr Wiederöffnen am Ende des fünften Monats liefert uns drei Phasen der pränatalen Ontogenese, die wir mit entsprechenden Phasen der Phylogenese parallelisieren können: Sehendes Urmißtrauen (einschließlich Reptilien), blindes Urvertrauen (Insektivoren, Prosimiae) und sehendes Urvertrauen (höhere Primaten). Rivalenschema und Mutterschema bilden die langgesuchten präformierten inneren Objekte der Psychoanalyse, den eigentlichen Kern der Archetypen Jungs und den Archetyp der guten Gestalt. Mögliche Zusammenhänge zwischen seelischen Belastungen schwangerer Frauen, der Entwicklungsphase des ungeborenen Kindes und einiger später auftretenden Persönlichkeitsstörungen (z.B. frühkindlicher Autismus) werden diskutiert.


Titel: Die Selbsthypnose und Hypnogruppenanalyse zur intrauterinen Beziehungsaufnahme und Vermeidung fetaler psychosomatischer Störungen

AutorIn(en): Mario Scardino, Michela Barbato, Gudrun Rudolph und Lucio Zichella

Veröffentlicht in: ISPPM-Zeitschrift Vol. 9 (1997) No. 1, 89-97

Sprache des Artikels: Deutsch

Zusammenfassung: Es ist bekannt, daß viele Krankheitsbilder einen psychosomatischen Ursprung haben können. Unser Ziel ist es, die Verbindung, die zwischen den Symptomen und unbewußten Prozessen existiert, aufzufinden und spürbar werden zu lassen. Unsere Erfahrung zeigt, daß die Art der Mutter-Kind-Beziehung das Wohlbefinden beider beeinflußt und daß sich in diesem besonderen Lebensabschnitt die Gelegenheit zur tiefgreifenden Vorsorge für Mutter und Kind ergibt. Die Aufmerksamkeit, die wir der intrauterinen Beziehungsaufnahmefür das kindliche Entwicklungsschicksal sowie für den Umgang mit deren Niederschlag im Rahmen alltäglicher sozialpädagogischer Betreuungsarbeit eines verhaltensauffälligen 6jährigen Jungen in einer Kindertagesstätte wird in Form von Fallvignetten (szenischen Schilderungen) beschrieben. Die in diesem Rahmen entstandenen Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse während der Anfangsphase sind Material einer auf die perinatale Bedeutung der Inszenierungen bezogenen Interpretation. Die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit ihnen, die Annahme der regressiven Wünsche des Jungen durch die Betreuerin und die damit möglich gewordene korrigierende Erfahrung haben zu einem heilenden Entwicklungsverlauf geführt.


Titel: Pappkarton und Kugelkiste. Zur Wiederbelebung perinataler Erfahrungen am Beispiel einer heilpädagogischen Betreuung eines 6jährigen verhaltensauffälligen Kindes

AutorIn(en): Birgit Berens und Christian Büttner

Veröffentlicht in: ISPPM-Zeitschrift Vol. 9 (1997) No. 1, 99-113

Sprache des Artikels: Deutsch

Zusammenfassung: Die Bedeutung perinataler Lebenserfahrungen für das kindliche Entwicklungsschicksal sowie für den Umgang mit deren Niederschlag im Rahmen alltäglicher sozialpädagogischer Betreuungsarbeit eines verhaltensauffälligen 6jährigen Jungen in einer Kindertagesstätte wird in Form von Fallvignetten (szenischen Schilderungen) beschrieben. Die in diesem Rahmen entstandenen Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse während der Anfangsphase sind Material einer auf die perinatale Bedeutung der Inszenierungen bezogenen Interpretation. Die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit ihnen, die Annahme der regressiven Wünsche des Jungen durch die Betreuerin und die damit möglich gewordene korrigierende Erfahrung haben zu einem heilenden Entwicklungsverlauf geführt.


Titel: Todesbilder als Lebenszeichen - Kunsttherapie und Geburtserfahrung

AutorIn(en): Klaus Evertz

Veröffentlicht in: ISPPM-Zeitschrift Vol. 9 (1997) No. 1, 115-133

Sprache des Artikels: Deutsch

Zusammenfassung: Der Artikel versucht eine Annäherung an die Frage nach den ontologischen Funktionen von Bild und Farbe in elementarer phänomenologischer Perspektive. Durch die Erörterung der Abbild- und Symbolfunktion von Bildern aus erkenntnistheoretischer Sicht wird die These aufgestellt, daß die Herkunft innerer Bildvorstellungen und deren äußere Sichtbarmachung und -wertung in Malereibildern, Traumbildern, Halluzinationen etc. nur mit einem pränatalen Bild- und Farbbegriff deutlicher erklärbar werden. Dieser wiederum sollte nur in Zusammenhang mit einem synästhetischen Wahrnehmungskontinuum in pränataler Zeit gedacht werden. Daraus ergeben sich weitreichende Fragestellungen für einen entwicklungspsychologischen Bewußtseinsbegriff und darüber hinaus für die Kunsttheorie. Exemplifiziert wird die These an einer stark verkürzt dargestellten vierjährigen Kunsttherapie einer depressiven Klientin.



 
 
 
 

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Letzte Änderung am: 6. Juni 1997 von A.Bischoff