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INTERNATIONALE STUDIENGEMEINSCHAFT FÜR PRÄNATALEUND PERINATALE PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN (ISPPM)undINSTITUT FÜR PRÄNATALE PSYCHOLOGIELeitung: Dr. med. Ludwig Janus und Terence Dowling |
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Die Diplom-Psychologin Renate Hochauf und die Ärztin Natascha Unfried haben ein neues Verfahren der systematischen therapeutischen Bearbeitung früher präverbaler Traumatisierungen entwickelt, das in kreativer Weise Imagination, Psychoanalyse und Psychotraumatologie integriert. Das neue Verfahren erlaubt erstmals, die psychotraumatologisch-psychotherapeutische Bearbeitung auch frühester vorsprachlicher Traumatisierungen, was bisher so noch nicht möglich war. Eines der Prinzipien ist die Beachtung der Parallelität von Übertragung der traumatischen Beziehungserfahrung und therapeutischer Realbeziehung, wodurch ein konstruierter "Ersatzzwischenraum" entsteht, in dem der regressive Prozess erfolgt. Insbesondere auch bei Kindern hat sich der neue Behandlungsansatz in erstaunlicher Weise bewährt. Dieser neue Ansatz ist für die praktische Arbeit des Psychoanalytikers und Psychotherapeuten ungemein lehrreich, weil er erlaubt, den traumatischen Störungsanteil in ganz neuer Klarheit zu identifizieren und einer therapeutischen Bearbeitung zugänglich zu machen. |
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Zeit: |
Samstag, 1.12.2001, 10.00 - 18.00 Uhr |
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Ort: |
Akademie für Aus- und Weiterbildung, Wenzelstraße 43, 04600 Altenburg |
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Kosten: |
DM 280,-- |
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Anmeldung |
Wir bitten um Rückmeldung bis 1.11.2001, da die Räume
angemietet werden müssen. |
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Teilnahme |
Bitte zahlen sie die Teilnahmegebühr bei Teilnahme bis zum 22.11.2001 auf folgendes Konto.
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Information |
Dr. Renate Hochauf |
Literatur:
Hochauf R (1999) Imaginative Psychotherapie bei frühtraumatisierten Patienten.
Unfried N (1999) Erfahrungsbilanz der Behandlung von Kindern mit Prä- und perinatalen Traumen.
International Journal of Prenatal and Perinatal Psychology and Medicine.
Dezember-Heft 1999 (11/4) Mattes Verlag Heidelberg (im Druck).
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Die Erkenntnisse aus der Psychotraumatologie geben wesentliche Einblicke in stressphysiologisch-psychobiologische Aspekte. Bedeutsame theoretische Anregungen für das Struktur- und Entwicklungsverständnis struktureller Defizite lassen sich in den neueren Ergebnissen der Säuglingsforschung und der Pränatalen Psychologie finden. Präverbale Methoden gewinnen an Bedeutung. Dieses methodische Anliegen scheint sich besonders im Abbildungsspektrum imaginativer Qualitäten zwischen bewusstseinsnaher Vorstellung, symbolischer Erfahrungsverdichtung und präsymbolisch-situativer Abbildungsqualität zu verwirklichen.
Die vorgestellten therapeutischen Erfahrungen orientieren sich an einer prinzipiell frühen Genese struktureller Störungen. Ausgehend von den Fähigkeiten des frühen Selbst zu ganzheitlich-amodaler Wahrnehmung, zu Realitätsverankerung und situativ-interpersoneller Erfahrungsspeicherung, werden Spaltungsphänomene als Artefakte traumatischer Einwirkung verstanden. Traumatische Erfahrungen bleiben aus dem Symbolisierungsprozess ausgeschlossen, ihre innere Repräsentation scheint dissoziiert, situativ-konkretistisch und episodisch zu verbleiben. Sie sind durch Triggerreize reaktivierbar, da sie an den zum Trauma gehörigen Stresszustand gekoppelt sind. Sie bleiben im situativen Kontext gefangen und generalisieren sich wie die Ursprungserfahrung. Die diesen Repräsentanzen zugehörigen Übertragungen aus (situativ-traumatischer) Beziehungserfahrung können dann ebenfalls nur präsymbolischer Natur sein. Für sie ist im Rahmen der therapeutischen Interaktion ebenfalls ein Analogieaffekt anzunehmen.
Um ein Arbeitsbündnis zu etablieren, das
die Parallelität von Übertragung und therapeutischer
Realbeziehung garantieren soll, muss zunächst am quasi symbolischen,
kompensatorischen Übertragungsmodus der Identifikation mit dem
Aggressor angeknüpft werden. Es entsteht ein konstruierter "Ersatzzwischenraum",
in dem der regressive Prozess erfolgt. Die Reaktivierung des Materials,
welches der Rekonstruktion dient, erhält über die
Rahmenkonstruktion eine im Außen verankerte Zeitachse. Im Laufe der
allmählichen situativen Rekonstruktion verstärkt sich parallel
zum Fortschreiten der episodischen Rekonstruktion die dazugehörige
traumabezogene Übertragungsinteraktion. Je mehr sich der Prozess dem
Abschaltpunkt der traumatischen Szene annähert, nehmen die analogen Übertragungen
Widerstandscharakter an (Beziehungsabwehr). Ein Herausführen aus
dieser Konstellation gelingt über den Versuch einer perzeptiven
Bezogenheit von Therapeut und Patient im Jetzt und damit einer Trennung
zum perzeptiven Früher im konkreten situativen Kontext. Die Zunahme
so entstehender autonomer Selbstanteile des Patienten führen zu einer
Kontrasterfahrung, die schmerzliche Erfahrungen des Früher
wahrnehmbar werden lassen und Spaltungen lösen. Die zunehmend
belebten traumatischen Erfahrungen könnten als beendet erlebt und über
intensive Trauerarbeit in das interpersonelle Erfahrungsspektrum
integriert werden. So bekommen die traumatischen Beziehungserfahrungen
Kontakt zu den übrigen Anteilen der Struktur.
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Dr. Dipl.-Psych. Renate Hochauf |
Dipl.-Med. Natascha Unfried |
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Friedrich-Ebert-Straße 11 |
Lutherstraße 13 |
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04600 Altenburg |
09224 Grüna |
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Letzte Änderung am: 15.Oktober 2001 von
A.Bischoff