INTERNATIONALE STUDIENGEMEINSCHAFT FÜR PRÄNATALE

UND PERINATALE PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN (ISPPM)

 

Arbeitsgemeinschaft Köln

 

Vom Wissen vor den Worten

Synästhesien

 

3. Kölner Arbeitstagung 21. - 23. Mai 1999

 
 "In einem Tropfen Wasser suchte das Kind nach seiner Stimme." (Lorca)
 
Präimplantationsdiagnostik, Embryonenschutzgesetz, Abtreibungspille RU 486 oder Mifegyne, Fetozid, Gentechnikgesetz, Klonen, Gendefekte, Eugenik, embryopathische Indikation... - mit Techniken und Gesetzen soll scheinbar die Fortpflanzung bezwungen werden. Doch die Forschungsergebnisse der pränatalen Psychologie weisen uns auch andere Wege. Sie sprechen von frühesten Bindungsformen zwischen Vater, Mutter und Kind und von intrauterinen sinnenhaften Erfahrungen als den Grundlagen des Denkens. Wir können sie als synästhetische Erfahrungen bezeichnen, als Miterregung eines Sinnesorgans bei Reizung eines anderen, bzw. als Miterregung aller Sinne des Kindes bei einer Erregung der Mutter oder beider Eltern. Des intrauterinen Kindes Mund schmeckt Wasser, das durch es hindurchfließt, sein Ohr lauscht den Herzschlägen der Mutter, seine Hand rührt an das Fremde, seinem Blick begegnen rosa-graue Bewegungen, seine Nase schnuppert aller Erregung nach und alle Erfahrung seiner Sinne bringt es neu und konzentriert ein nach der Geburt: Ein Neugeborenes riecht, hört, fühlt und schmeckt seine Mutter aus allen anderen heraus - und ihrem Blick gilt seine besondere Liebe. Dies ist gewachsene und erfahrene Beziehung aus langer Vertrautheit aller Sinne miteinander und der Übertragung zwischen Menschen. Im weiteren Leben glückt sie uns manchmal als eine "audition coloré", als ein "déjà vu", und wir sind irritiert von solcher Macht. Gehen wir in der Tagung einmal diesen Spuren nach..
 
 

Programm: Freitag, 21. Mai 1999
 
 
19.30  Begrüßung / Statements

19.45  Hannelore Dehne: Anfänge

20.30  Diskussion im Plenum
 



 
 
Programm: Samstag, 22. Mai 1999
 
 
09.30 Dirk Beckedorf
Pränatales Hören - die Audio-Psycho-Phonologie nach Tomatis Falldarstellung mit Klangbeispielen und Bildern
10.45 Kaffeepause

11.15  Helga Blazy

"... schneefarbenes Bewusstsein, geh' nicht fort ..." Von 'syn-' wie Synästhesie und 'trans-' wie Transfer
12.00 Kleingruppen

12.45 Report aus den Kleingruppen / Diskussion

13.15 Mittagspause

15.15 Myriam Szejer

La souffrance néonatale de parole (dt. Text liegt vor)
16.30 Kaffeepause

17.00 Jenö Raffai

Die größeren Entwicklungschancen des Kindes im Mutterleib durch die Bindungsanalyse
18.00 Diskussion im Plenum
 



 
 

Programm: Sonntag, 23. Mai 1999
 
 
10.00 Klaus Evertz

Das Sehen vor dem ersten Blick - Intrauterine Beziehungssphären in Bildern
11.00 Kleingruppen

11.45 Report aus den Kleingruppen

12.00 Kaffeepause

12.15 Friedhart Mickley

Aufklärung in zwei Welten
13.00 Abschlußdiskussion

13.30 Ende der Tagung
 
 

 

Verzeichnis der Referentinnen und Referenten

 
Dr. med. Dirk Beckedorf, Innere Medizin, Analytische Kunsttherapie, Audio-Psycho-Phonologie nach Tomatis, Bremen

Dr. phil. Helga Blazy, Psychotherapie, Malaiologie, Köln

Hannelore Dehne, Dipl. Psych., Brühl

Klaus Evertz, Malerei, Kunst- u. Psychotherapie, Kunstanalyse, Köln

Friedhart Mickley, Dipl. Psych., Psychotherapie, Köln/Düsseldorf

Dr. phil. Jenö Raffai, Psychoanalyse, Präsident der ungarischen Sektion der ISPPM, Budapest

Dr. med. Myriam Szejer, Kinderpsychiatrie, Psychoanalyse, psychoanalytische Arbeit mit Neugeborenen und ihren Eltern, Präsidentin der französischen Vereinigung "La Cause des Bébés", Paris
 
 


Literatur

Internationale Zeitschrift für Prä- und Perinatale Psychologie und Medizin 2/98, 3/98, 4/98, Mattes Verlag, Heidelberg

Myriam Szejer: Platz für Anne. Antje Kunstmann Verlag, München 1998

Richard Parncutt: Pränatale Erfahrung und die Ursprünge der Musik. In: L. Janus, S. Haibach: Seelisches Erleben vor und während der Geburt. LinguaMed Verlags-GmbH, Neu-Isenburg 1997
 

Hinweise

Tagungsort

Tagungs- und Gästehaus St. Georg, Rolandstrasse 61, 50677 Köln,

Frau Ria Kubicek, Telefon: 0221/937020-20, Fax: 0221/937020-11
 
 

Wissenschaftliche Leitung

Dr. phil. Helga Blazy, Köln
 
 

Information

Dr. Helga Blazy, Hermann-Pflaume-Str. 39, 50933 Köln

Telefon: 0221/4971191, Fax: 4973625

Klaus Evertz, Takustr. 39, 50825 Köln

Telefon/Fax: 0221/5509156

ISPPM-Homepage: http://www.isppm.de

E-mail: <secretary@isppm.de>
 
 
 

Teilnehmergebühren

bis 15.04.1999 ab 16.04.1999
für Nichtmitglieder  DM 220,-- DM 260,--
für Mitglieder der ISPPM DM 200,--  DM 220,--
für Studenten  DM 130,--  DM 160,--
 

Anmeldung

Durch Überweisung der Tagungsgebühr bis spätestens 15. Mai 1999 auf das Tagungskonto: Evertz-Sonderkonto "Vom Wissen vor den Worten" , Konto- Nr.132527-501, Postbank Köln (BLZ 37010050). Anmeldungen nach dem 15. Mai 1999 sind noch an der Tageskasse möglich.
 
 

Zimmervermittlung

Das Tagungs- und Gästehaus St. Georg bietet zu günstigen Konditionen Übernachtungsmöglichkeiten in Einzel- und Doppelzimmern.

Einzelzimmer/Frühstück/Etagen-WC-Dusche, pro Übernachtung: DM 55,- 

Einzelzimmer/Frühstück/Dusche/WC, pro Übernachtung: DM 72,-

Doppelzimmer/Frühstück/Dusche/WC, pro Übernachtung: DM 56,-  (p.P.)

Reservierung durch Überweisung der Kosten für die gewählte Unterkunft zusammen mit der Tagungsgebühr bis zum 15. April 1999. Sie erhalten keine gesonderte Bestätigung für die Reservierung der Unterkunft.

Veranstalter

Die Kölner Arbeitsgemeinschaft der Internationalen Studiengemeinschaft für Pränatale und Perinatale Psychologie und Medizin (ISPPM).
 
 
 
 

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E-mail: <secretary@isppm.de>

Letzte Änderung am: 19. Februar 1999 von A.Bischoff