| Präimplantationsdiagnostik, Embryonenschutzgesetz, Abtreibungspille RU 486 oder Mifegyne, Fetozid, Gentechnikgesetz, Klonen, Gendefekte, Eugenik, embryopathische Indikation... - mit Techniken und Gesetzen soll scheinbar die Fortpflanzung bezwungen werden. Doch die Forschungsergebnisse der pränatalen Psychologie weisen uns auch andere Wege. Sie sprechen von frühesten Bindungsformen zwischen Vater, Mutter und Kind und von intrauterinen sinnenhaften Erfahrungen als den Grundlagen des Denkens. Wir können sie als synästhetische Erfahrungen bezeichnen, als Miterregung eines Sinnesorgans bei Reizung eines anderen, bzw. als Miterregung aller Sinne des Kindes bei einer Erregung der Mutter oder beider Eltern. Des intrauterinen Kindes Mund schmeckt Wasser, das durch es hindurchfließt, sein Ohr lauscht den Herzschlägen der Mutter, seine Hand rührt an das Fremde, seinem Blick begegnen rosa-graue Bewegungen, seine Nase schnuppert aller Erregung nach und alle Erfahrung seiner Sinne bringt es neu und konzentriert ein nach der Geburt: Ein Neugeborenes riecht, hört, fühlt und schmeckt seine Mutter aus allen anderen heraus - und ihrem Blick gilt seine besondere Liebe. Dies ist gewachsene und erfahrene Beziehung aus langer Vertrautheit aller Sinne miteinander und der Übertragung zwischen Menschen. Im weiteren Leben glückt sie uns manchmal als eine "audition coloré", als ein "déjà vu", und wir sind irritiert von solcher Macht. Gehen wir in der Tagung einmal diesen Spuren nach.. |
Programm: Freitag, 21. Mai 1999
19.30 Begrüßung / Statements
19.45 Hannelore Dehne: Anfänge
20.30 Diskussion im Plenum
Pränatales Hören - die Audio-Psycho-Phonologie nach Tomatis Falldarstellung mit Klangbeispielen und Bildern10.45 Kaffeepause
11.15 Helga Blazy
"... schneefarbenes Bewusstsein, geh' nicht fort ..." Von 'syn-' wie Synästhesie und 'trans-' wie Transfer12.00 Kleingruppen
12.45 Report aus den Kleingruppen / Diskussion
13.15 Mittagspause
15.15 Myriam Szejer
La souffrance néonatale de parole (dt. Text liegt vor)16.30 Kaffeepause
17.00 Jenö Raffai
Die größeren Entwicklungschancen des Kindes im Mutterleib durch die Bindungsanalyse18.00 Diskussion im Plenum
Programm: Sonntag, 23. Mai 1999
10.00 Klaus Evertz
Das Sehen vor dem ersten Blick - Intrauterine Beziehungssphären in Bildern11.00 Kleingruppen
11.45 Report aus den Kleingruppen
12.00 Kaffeepause
12.15 Friedhart Mickley
Aufklärung in zwei Welten13.00 Abschlußdiskussion
13.30 Ende der Tagung
Dr. phil. Helga Blazy, Psychotherapie, Malaiologie, Köln
Hannelore Dehne, Dipl. Psych., Brühl
Klaus Evertz, Malerei, Kunst- u. Psychotherapie, Kunstanalyse, Köln
Friedhart Mickley, Dipl. Psych., Psychotherapie, Köln/Düsseldorf
Dr. phil. Jenö Raffai, Psychoanalyse, Präsident der ungarischen Sektion der ISPPM, Budapest
Dr. med. Myriam Szejer, Kinderpsychiatrie,
Psychoanalyse, psychoanalytische Arbeit mit Neugeborenen und ihren Eltern,
Präsidentin der französischen Vereinigung "La Cause des Bébés",
Paris
Literatur
Internationale Zeitschrift für Prä- und Perinatale Psychologie und Medizin 2/98, 3/98, 4/98, Mattes Verlag, Heidelberg
Myriam Szejer: Platz für Anne. Antje Kunstmann Verlag, München 1998
Richard Parncutt: Pränatale Erfahrung und die Ursprünge
der Musik. In: L. Janus, S. Haibach: Seelisches Erleben vor und während
der Geburt. LinguaMed Verlags-GmbH, Neu-Isenburg 1997
Frau Ria Kubicek, Telefon: 0221/937020-20, Fax: 0221/937020-11
Telefon: 0221/4971191, Fax: 4973625
Klaus Evertz, Takustr. 39, 50825 Köln
Telefon/Fax: 0221/5509156
ISPPM-Homepage: http://www.isppm.de
E-mail: <secretary@isppm.de>
Teilnehmergebühren |
bis 15.04.1999 | ab 16.04.1999 |
| für Nichtmitglieder | DM 220,-- | DM 260,-- |
| für Mitglieder der ISPPM | DM 200,-- | DM 220,-- |
| für Studenten | DM 130,-- | DM 160,-- |
Einzelzimmer/Frühstück/Etagen-WC-Dusche, pro Übernachtung: DM 55,-
Einzelzimmer/Frühstück/Dusche/WC, pro Übernachtung: DM 72,-
Doppelzimmer/Frühstück/Dusche/WC, pro Übernachtung: DM 56,- (p.P.)
Reservierung durch Überweisung der Kosten für die gewählte Unterkunft zusammen mit der Tagungsgebühr bis zum 15. April 1999. Sie erhalten keine gesonderte Bestätigung für die Reservierung der Unterkunft.
Letzte Änderung am: 19. Februar 1999 von A.Bischoff